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BLOGHΞGΞLBACH ​​​​​​​

Willkomm zu meinem BLOG in welchem ich über wirtschaftliches- politisches und soziales schreiben möchte. Als Innhaber eines kleinen KMU sind wir oft der Willkür der kantonalen der nationalen oder internationalen politischen und wirtschaftlichen Exzesse ausgesetzt. Ich möchte unsere, meine Geschichte in dieser grossen aber oft auch kleinen Welt hier beschreiben und festhalten. Marcel Hegelbach


Dez 19

Transport oder Logistik
Umgang mit Handel und gefährlichem Material 

Was haben der Umgang mit Handel und gefährlichen Materialien mit der Logistik oder Transport zu tun? Mehr als wir glauben. Mit unseren Fahrmischern fahren wir fast täglich mit vielen Kubik Beton auf die Baustellen der Ostschweiz. Wir befördern den Beton mit neuen und hochtechnisierten Fahrzeugen. Schon alleine deren Unterhalt ist eine Herausforderung. Eine Mischertrommel liegt hinten auf Lagerböcken und wird vorne von einem Getriebe angetrieben. Das beinhaltet grössere Wartungsarbeiten damit die technischen Grundlagen auch richtig angewendet werden können. 
Wenn wir nun den flüssigen Beton in die Trommel füllen, fallen ein bis zwei Kubik innert kurzer Zeit in die Trommel welche sich ab diesem Zeitpunkt ständig zu drehen hat, bis wir dann auf der Baustelle diese entleeren. Bis zur Baustelle befahren wir Strassen und queren viele Kreuzungen. Mit dem flüssigen Beton sind grade Steigungen eine Herausforderung, je mehr Steigung, je mehr die Gefahr des herauslaufens. Doch was geschieht wenn das passiert, der Fahrer wie auch ich als Unternehmen haften für solche Fälle. Wir sind bemüht das dies natürlich nicht geschieht und sind entsprechend erfahren und geschult. 
Das Produkt Beton gibt es heute in nahezu allen Variationen. Mit verschiedenen Zusatzmittel kann man eine äusserst grosse Produktepalette anbieten. Für uns ist das mit sehr viel Aufwand verbunden; denn jedes Zusatzmittel hat eine andere Auswirkung, welcher wir kennen sollten. Auch der Umgang mit Beton bedarf grosser Umsicht; wir tragen daher Schutzbrille und Handschuhe. Noch kennen wir nicht alle Auswirkungen auf die Gesundheit. Es gibt hier auch keine mir bekannte Erhebung oder Evaluation diesbezüglich. Mit der notwendigen Vorsicht begegnen wir dem Umbekannten. 
Es wäre wünschenswert wenn sich diese Herausforderungen auch in den Transportpreisen widerspiegeln würde. Davon sind wir aber weit entfernt. Vielmehr besteht die Gefahr, dass es vermehrt zu Dumpingpreisen dieser äusserst intensiven Fracht kommen wird. Ich betrachte mit Sorge die Entwicklung des Betontransportes. Mit immer enger werdenden und ambitiösen Preisvorstellungen starten wir in Verhandlungen. Oftmals fühlen wir uns als Mittel zum Zweck degradiert. Dabei ist der Transport von Beton auf den heutigen Strassen und deren Verhältnissen eine echte Herausforderungen, welcher keine Akzeptanz mehr zugesprochen wird. Leider, finden immer wieder Betonhersteller auch Transportunternehmen die unter Zugzwang sich zu sehr niedrigen Transportpreisen hinreisen lassen. Dabei verliert sich dann auch die Aus- und Weiterbildung oder das technische Know How der Fahrer. Es fahren so, unerfahrene, Ortsunkundige und schlecht ausgebildete Fahrer auf unseren Strassen mit flüssigem Beton mit einer sich drehenden Trommel. 
Wir möchten den Stand der Ausbildungen, das Wissen um die Gefahr mit den Zusatzmittel und den Umgang mit einem Fahrmischern in Weiterbildungen ständig schulen und verbessern. Das kostet, dass braucht Zeit und das sollte eigentlich auch im Verständnis der Bezahlung abgebildet sein. Daran haben wir zu arbeiten und zu kämpfen, damit unsere Kunden den Mehrwert erkennen und auch zahlen. Es ist ein weiter Weg, aber ich bin zuversichtlich dass wir in Zukunft in dieser Branche durch das Erkennen unseres Engagement auch bereit ist, etwas mehr für solche Dienstleistungen zu zahlen. 

heg





Aug 19

Der frühe Vogel fängt den Fisch?​​​​​​​

Es galt lange so als wenn derjenige welcher zuerst einen Fisch gefangen hat, diesen auch für sich beanspruchen konnte. Unser wirtschaftliches Umfeld in der heutigen Zeit, seht aber andere Regeln vor. Nicht welcher der zuerst eine Idee hat kann diese auch für sich in Anspruch nehmen. Die schnelllebige und undurchsichtige Zeit, in welcher man zwar von jedem Menschen weis wo er sich befindet, was er kauft und was er gerne isst, lässt aber alte Regeln passe werden. Gut ? schlecht? Jeder macht seine Erfahrungen selbst. Bei einem positiven Erlebnis sieht das ganze ja entsprechend gut aus, bei einem negativen Erlebnis hingegen eher schlecht. Was sind heute noch mündliche Zusagen wert, gibt es den legendären Handschlag noch? Hält man sich heute an mündliche Abmachungen? Im Grundsatz ja, man findet noch Persönlichkeiten, Padrons die hin stehen und Verantwortung übernehmen. In einer Zeit in welcher es in Parlamenten mehr Staatsangestellte hat ist das vielleicht die Ausnahme. Verantwortung übernehmen, nicht nur proklamieren, nicht nur zum Schein und in der Sicherheit des Arbeitnehmers wird heute zur Seltenheit. Nur wenige wagen den Schritt, stellen sich der Herausforderung, frei zur Meinung zu stehen. All jene die es wagen ihre Meinung offen und ehrlich zu sagen, werden dann zu polarisierer stigmatisiert. Ganz zu schweigen von Repressalien welche zu erwarten sind. Es galt lange die Ordnung des Chefs im Betrieb, ein Vorbild welches man achtete. Die Zeiten des Ansehens als wichtiges Element in der Gesellschaft sind wohl vorbei, heute wechselt man die Gesellschaft und führt ohne Scham eine offene Ehe, eine gleichgeschlechtliche Bindung oder man geht als Transgender durchs Leben. Ja, die Gesellschaft ist offen für alles geworden, offen für alles was nicht der Norm entspricht, offen für alles was früher tabuisiert wurde. Es ist modern, anders zu sein. Es ist in der heutigen Zeit cool anders zu sein. Doch was sind die Folgen, wenn man ohne Regeln ohne Scham und Verantwortung durchs Leben zieht? Die Folgen; es finden Grundsätze die man als Gebot einhielt, keine Beachtung mehr, ob im privaten oder wirtschaftlichen Leben. Man sucht den einfachsten, den preiswertesten Weg. Wird etwas schwierig oder scheint eine Dienstleistung zu teuer, sucht man das einfachere, billigere Produkt als Lösung. Geiz ist geil als Grundeinstellung? Findet hohen Anklang, die Menschen welche daraus auf der Strecke bleiben, sind dann der Preis, welche die Gesellschaft dann wieder in teuren Sozialangeboten auszugleichen versucht. Genau jene Menschen die am Rande der modernen, undurchsichtigen, schnelllebigen Zeit durchs Raster fallen, sind jene die dann wieder die Geiz ist geil Mentalität forcieren. Ein unheimlicher Kreislauf, der keine Gewinner erzeugen wird. Der ewige Umlauf, von noch günstiger und noch weniger Arbeit mit noch mehr Entschädigungen wird uns wie eine Spirale nach unten ziehen. 

Ein paar wenige, die frühzeitig die Weichen gestellt und sich mit verschiedenen Möglichkeiten aus der Spirale ziehen konnten, sind die Gewinner von einem System welches sie selbstverständlich sehr gut finden. Es sind dann jene die als gut verdienende in einem Parlament sitzen, dafür Steuergelder erhalten und sich natürlich für die Armen und schwachen einsetzen. Es sind genau diejenigen die sich für diese Weltordnung, schnelllebig, undurchsichtig, offen, transparent und sozial stark machen. Eben genau dass wovon sie zum Schluss profitieren. Diese Spirale endet nicht irgendwann, sie muss von innen heraus zerstört werden. Nur so, kann sich die aufgezogen Schere zwischen Arm und reich schliessen. Es sind nicht die Parlamente, es sind nicht jene die von sich behaupten, sie seien für die Randständigen und Armen da, es müssen die Randständigen und Armen sein, welche die Spirale erkennen und ausbrechen möchten. Es kann nur von unten nach oben eine Verbesserung unserer Gesellschaft erfolgen. Ob dies nun mit einem Besuch einer christlichen Messe, einem Beitritt zu einem Verein oder einfach nur mit der Geselligkeit vieler Menschen erfolgen kann scheint möglich zu sein. Die Gesellschaft entwickelt sich aber zu einer grossen undurchsichtigen Kugel, welche auf einem Weg rollt, der nur ein Ziel hat, wenige sollen so viel möglich profitieren. Diese Gesellschaftskugel muss den Weg ändern. Ganz im Grundsatz und der alten Regel, der frühe Vogel fängt den Fisch. 

heg